SSD-Storage: NVMe hängt SAS ab

SSD-Storage: NVMe hängt SAS ab

NVMe steigt in allen Bereichen auf das Gaspedal. Das von Intel initiierte «Ruler» Format wird als EDSFF Enterprise & Datacenter Small Form Factor standardisiert. Verfügbar ist es bereits mit Kapazitäten von 4 und 8TB. Bis Ende 2019 wird die 32TB Version erwartet. Mit den bereits heute erhältlichen Servern und JBOF (Just a Bunch Of Flash) mit 32 Einschubplätzen, lässt sich dann 1PB Flash auf 1 Rack-HE unterbringen. Mit der vor der Tür stehenden Hardware-Kompression können es dann bis zu 3PB auf 1HE werden.

Samsung hat das M.3 Format lanciert, das 16TB beherbergt und als NGSFF Next Generation Small Form Factor standardisiert wird. 1HE-Server nehmen 36 solcher NVMe auf.

Die beiden Initiativen von Intel und Samsung verfolgen gemeinsam Ziele wie: Eliminierung der kostspieligen Drive-Gehäuse und Disk-Backplane mit Kühlungslöchern, Ersatz der SSD-Kabel durch zuverlässigere Steck-Verbindungen, Reduktion der thermischen Anforderungen. Für Software Defined Storage gibt es zudem 2HE-Systeme, die zwei Dual-Socket Server als Storage Heads beinhalten und die 24 Dual-Port NVMe gemeinsam ansprechen können.

Wer will sich da noch mit den teureren SAS SSD begnügen? – Zumal der SAS-Bus auch bereits mit 8 Drives gesättigt ist und sich somit der Geschwindigkeitsvorteil gegenüber Harddisks nur auf Elektronik vs Mechanik beschränkt. Das Potenzial der Flash-Technologie liegt brach anstatt es via NVMe zu mobilisieren.

NVMe ist bereits jetzt um rund 20 Prozent günstiger als SAS. Und dies bei einem Leistungspotenzial, das SAS SSD um rund das 10-Fache übertrifft. Dazu vereinfacht NVMe die Architektur dank Wegfall des SAS-Layers. Damit reduzieren sich wiederum die Betriebskosten.