NVMe Storage leistet 10-mal mehr als SSD

Wer die Storage-Rechnung ohne NVMe anstellt, wird wohl schnell Potenzial, Zeit der Mitarbeitenden und Geld verschenken. Das zeigt zumindest ein Vergleich zwischen All-NVMe und All-SSD.

Ein HCI-Cluster mit 8 Knoten (288 Cores, 2TB RAM, 40TB All-Flash, 16x 40GbE, 16x 25GbE, 16x 10GbE) wies mit NVMe gegenüber SAS/SATA SSD nur einen Mehrpreis von 6 Prozent aus. Und dies bei 10-fach verbesserter Leistung - Hersteller machen gegenüber Harddisks gar einen Faktor von 200 geltend - in Bezug auf IOPS und vor allem Latenz. Dazu kommt der Wegfall des SAS-Layers, was die Architektur und den Support drastisch vereinfacht sowie die Betriebskosten reduziert.

Es scheint somit höchste Zeit, nach dem Notebook und dem Arbeitsplatzrechner auch dem Server den NVMe-Storage zu gönnen. Als Bremsklotz wirkt dabei häufig, wenn negative Erfahrungen mit Entry-/Home-SSD auf Flash-Speicher übertragen werden, die für den Enterprise-Markt entwickelt wurden und so über Eigenschaften wie Recovery, Power-Protection etc. verfügen. Die jährliche Fehlerrate allein von SATA SSD gegenüber Disks ist 3.2-mal geringer. Zudem kommen neue NVMe-Formate auf den Markt, die sich dem 2.5’’-Kanister und seinen Kabeln entledigen und die benötigte Kühlleistung auf nahezu die Hälfte reduzieren.

Steht ein Server- oder Storage-Ersatz oder -Ausbau an, lohnt sich das Prüfen der NVMe-Angebote. Der Aufwand kann sich rasch in handfeste Profite umschlagen. Der drittgrösste Serveranbieter Supermicro etwa offeriert bspw. bereits über 100 Modelle mit NVMe., u.a. mit 576TB NVMe auf einer Rack-Höheneinheit.